
Fachkundige für Arbeiten in Behältern und engen Räumen
Die fachgerechte Qualifizierung und Unterweisung für Tätigkeiten in Behältern und engen Räumen gemäß DGUV Regel 113‐004 steht im Mittelpunkt dieses Praxis-Seminars. Es richtet sich an Personen, die in engen Räumen wie Tanks, Silos, Schächten oder Rohrleitungen arbeiten oder für deren Sicherheit verantwortlich sind. Im Fokus stehen die speziellen Gefährdungen bei solchen Arbeiten, darunter Sauerstoffmangel, toxische Gase, Explosionsrisiken, Absturzgefahren und die Einschränkungen durch beengte Zugänge. Aktuelle Entwicklungen, wie die Verstärkung rechtlicher Vorgaben, neue Messtechniken zur Atmosphärenkontrolle und moderne persönliche Schutzausrüstungen (PSA), machen eine regelmäßige Unterweisung besonders relevant.
Das zweitägige Seminar vermittelt sowohl theoretisches Wissen als auch praxisnahe Handlungsempfehlungen zur Gefährdungsbeurteilung, Arbeitsorganisation, Notfallplanung und Rettung aus engen Räumen. Teilnehmende lernen, Arbeitsplätze sicher zu beurteilen, geeignete PSA auszuwählen und den Einsatz von Messgeräten für Sauerstoff, toxische Stoffe und Explosionsgrenzen korrekt anzuwenden. Besondere Schwerpunkte liegen auf der Einhaltung von rechtlichen Vorschriften, Betriebsanweisungen, Sicherheitskonzepten und der Vorbereitung auf Notfallsituationen. Die Schulung bietet einen klaren Praxisbezug durch Fallbeispiele und realistische Szenarien, wodurch die Sicherheit im Arbeitsalltag erhöht und Risiken für Beschäftigte minimiert werden.
Die Verbindung von aktuell gültigen Regelwerken, praktischen Übungen und den direkten Transfer in den Arbeitsalltag sind die Grundpfeiler dieser Veranstaltung. Sie richtet sich an Sicherheitsbeauftragte, Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Führungskräfte, Ausbilder und Mitarbeitende, die regelmäßig oder gelegentlich Tätigkeiten in engen Räumen durchführen. Weiterführende Begriffe wie Enge-Raum-Arbeiten, PSA, Messtechnik, Notfallmanagement und Rettungskonzepte werden praxisnah erklärt und eingeübt. Dadurch entsteht ein fundiertes Verständnis.
Zum Thema
Die Veranstaltung behandelt Arbeiten in Behältern und engen Räumen nach DGUV Regel 113‐004 und richtet sich an Beschäftigte, Sicherheitsbeauftragte, Fachkräfte für Arbeitssicherheit und Führungskräfte. Im Mittelpunkt stehen die speziellen Gefährdungen bei Tätigkeiten in Tanks, Silos, Schächten oder Rohrleitungen, darunter Sauerstoffmangel, toxische Gase, Explosionsrisiken, Absturzgefahren und beengte Zugänge.
Vermittelt werden die Planung und Organisation der Arbeit, Gefährdungsbeurteilung, Auswahl und Einsatz geeigneter persönlicher Schutzausrüstung (PSA), Messtechnik zur Überwachung von Sauerstoffgehalt, toxischen Stoffen und Explosionsgrenzen sowie Notfall- und Rettungsmaßnahmen. Praxisnahe Beispiele und Fallstudien verdeutlichen die Umsetzung der Vorschriften in der chemischen Industrie, im Bauwesen und in anderen Branchen.
Die Schulung vermittelt umfassende Kenntnisse zu Sicherheitskonzepten, Betriebsanweisungen, Unterweisungspflichten und rettungsrelevanten Abläufen.
Zielsetzung
Dieses Praxis-Seminar vermittelt fundierte Kenntnisse zu Gefährdungen in engen Räumen und Behältern, einschließlich Sauerstoffmangel, toxischer Gase und Explosionsrisiken. Teilnehmende erhalten Handlungssicherheit bei der Gefährdungsbeurteilung, dem Einsatz geeigneter PSA, der Anwendung von Messtechnik sowie bei Notfall- und Rettungsmaßnahmen.
Praxisnahe Beispiele verbessern die Umsetzung sicherer Arbeitsabläufe.
Teilnehmerkreis
Die Veranstaltung richtet sich an alle Beschäftigten, die regelmäßig oder gelegentlich Arbeiten in engen Räumen wie Tanks, Silos, Schächten oder Rohrleitungen durchführen. Dazu gehören Mitarbeitende aus der chemischen Industrie, im Bauwesen, in der Instandhaltung, in Energie- oder Versorgungsunternehmen sowie in der Produktion und Lagerlogistik.
Ebenfalls angesprochen sind Sicherheitsbeauftragte, Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Führungskräfte und Ausbilder, die für die Unterweisung, Organisation und Überwachung von Tätigkeiten in engen Räumen verantwortlich sind.
Die Schulung ist auch relevant für Personen, die mit der Planung von Rettungsmaßnahmen, der Auswahl und Anwendung von PSA, Messtechnik oder Notfallmanagement betraut sind.
Sie vermittelt Kenntnisse, die sowohl für operative Mitarbeitende als auch für Verantwortliche zur Umsetzung der DGUV Regel 113‐004 notwendig sind.
Programm
- Vorstellung Trainer / Teilnehmende
- Schulungsziel und Ablauf
- Rechtliche Grundlagen (Überblick)
- DGUV Regel 113-004: Geltungsbereich und Ziel
- Verantwortung von Unternehmer, Aufsichtführenden und Beschäftigten
- Freigabeschein / Erlaubnisscheinverfahren
- Qualifikation und Unterweisung
- Typische enge Räume & Behälter
- Mechanische, physikalische & chemische Gefährdungen
- Sauerstoffmangel, Gefahrstoffe, Explosionen
- Mess- und Überwachungspflichten
- Lüftungsmaßnahmen
- Technische, organisatorische und persönliche Schutzmaßnahmen (TOP-Prinzip)
- Persönliche Schutzausrüstung (PSA / PSA gegen Absturz)
- Gaswarngeräte, Lüfter, Absperrungen
- Kommunikation und Sicherungsposten
- Einrichten eines sicheren Arbeitsplatzes
- Durchführung von Messungen
- Lüftung und Absicherung
- Richtiges Befahren eines engen Raums
- Aufgaben des Sicherungspostens
- Praktische Übungen der Teilnehmenden
Fragen und Erfahrungsaustausch
- Notfallszenarien in engen Räumen
- Rettungskonzepte nach DGUV 113-004
- Selbstrettung vs. Fremdrettung
- Alarmierung und Zusammenarbeit mit Rettungskräften
- Typische Fehler bei Rettungsversuchen
- Rettungsgeräte und Anschlagmittel
- Dreibein / Rettungswinde
- Atemschutz (Grundlagen)
- Einsatzgrenzen und Sicherheit der Retter
- Aufbau von Rettungseinrichtungen
- Gesicherte Personenrettung aus engen Räumen
- Kommunikation während der Rettung
- Rollenverteilung im Rettungsteam
- Simulierte Notfälle
- Rettung bewusstloser Personen
- Zeitkritische Abläufe
- Nachbesprechung der Übungen
- Lernerfolgskontrolle / Diskussion
- Feedback
- Teilnahmebescheinigungen
- Abschluss der Schulung
Referenten
Hinweise
Für die Teilnahme an der Veranstaltung wird eine ausreichende körperliche und gesundheitliche Eignung vorausgesetzt, da praktische Übungen unter Einsatz persönlicher Absturzschutzausrüstung durchgeführt werden.
Eigene persönliche Absturzschutzausrüstung kann, sofern technisch und sicherheitstechnisch möglich, im Rahmen der praktischen Übungen genutzt werden, um den Umgang mit der vorhandenen Ausstattung zu vertiefen.
Preise
mehrwertsteuerfrei, einschließlich veranstaltungsgebundener digitaler Arbeitsunterlagen sowie Catering und Getränken bei Präsenz-Teilnahme
Termine
Inhouse
Ansprechpartner
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Ute Jasper
U.Jasper@hdt.de
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