
Vergießen in der Elektrotechnik und Elektronik
Übersicht zu den Anwendungsbereichen und Entscheidungskriterien des Vergießens:
- Übersicht über Vergussmaterialien
- Einsatzpotenzial unterschiedlichster Vergussmaterialien
- Neuere Entwicklungen bei den Materialien
- Auswahl, Charakterisierung und Qualifikation
- Applikationstechnik
- Fragen des Arbeitsschutzes
Der Elektroverguss kommt trotz seiner Bedeutung faktisch in keiner Ausbildung vor, so dass viele Anwender dann in der Praxis vor unbekannten Herausforderungen stehen. Diese Lücke will das Seminar schließen und wendet sich zunächst an Einsteiger, die sich neu in das Thema einarbeiten müssen und einen Überblick benötigen. Es werden aber auch neue Aspekte und aktuelle Praxisbeispiele aufgegriffen, so dass Anwender mit langjähriger Erfahrung ihr Wissen zum Elektroverguss auffrischen und ausbauen können.
Zum Thema
Immer mehr elektronische Baugruppen werden heute in widriger Umgebung eingesetzt, in denen sie Feuchtigkeit, aggressiven Medien, Temperaturschwankungen und mechanischen Einflüssen ausgesetzt sind. Trotz steigender Miniaturisierung und Komplexität wird eine hohe Zuverlässigkeit über einen langen Zeitraum erwartet. Um Bauteile und Baugruppen zuverlässig zu schützen ist eine Beschichtung oder das Vergießen unverzichtbar. Gleichzeitig sollen häufig die elektrische Isolation und Wärmeableitung verbessert werden.
Es stellt sich nur die Frage wie macht man es richtig? Welches sind die passenden Materialien und Vergussmethoden, die bezüglich Funktionalität und Eigenschaften optimal zur Anwendung passen?
Zielsetzung
Sie erhalten eine Übersicht zu den Anwendungsbereichen und Entscheidungskriterien über die Notwendigkeit des Vergießens. Hierzu gehört eine Übersicht über Vergussmaterialien und das
Einsatzpotenzial unterschiedlichster Vergussmaterialien ebenso, wie neuere Entwicklungen bei den Materialien.
Daneben wird die Chemie und Technologie
verschiedener Vergussmaterialien vorgestellt. Dies sind vor allem
Polyurethane, aber auch Silikone, Epoxide oder lichthärtende Materialien.
Auch die Auswahl, Charakterisierung und Qualifikation von Vergussmaterialien darf nicht fehlen. Die Applikationstechnik ein- und vor allem zweikomponentiger Vergussmassen stellt einen weiteren Schwerpunkt dar. Hierzu gehört neben der Berücksichtigung der Konstruktion und Größe des Bauteils auch der notwendige Grad der Automatisierung. Abgerundet wird das Seminar mit Fragen des Arbeitsschutzes und mit Anwendungsbeispielen aus Elektrotechnik und Elektronik.
Teilnehmerkreis
- Entwickler/-innen, Anwendungstechniker/-innen und leitende Produktionstechniker/-innen aus der Elektronik- und Elektrotechnikindustrie, z. B. Fahrzeug- und Maschinenbau, Medizintechnik, EMS-Dienstleister, Hersteller/-innen von Vergussmaterialien, Elektromobilität einschließlich Batterietechnik
- Ingenieure/-innen, Techniker/-innen, Chemiker/-innen und Materialwissenschaftler/-innen aus dem Gebiet der Vergussmaterialien und deren Anwendung, Entwicklung, Anwendungstechnik sowie leitende Produktionsmitarbeitende aus der Elektronik- und Elektrotechnikindustrie
Programm
- Abgrenzung des Vergießens von anderen Techniken
- Grundlagen zu Epoxidharzen, Polyurethanen und Silikonen
- Typische Eigenschaften und Anwendungsgebiete der Materialien
- Gießharze auf Basis von Epoxidharzen und Isocyanaten
- Einstufung der Stoffe
- Gefährdungen und Schutzmaßnahmen
- Gesetzliches Regelwerk und zukünftig erwartete Anpassungen
- Epoxide als Material der Wahl
- Wie kommen die Epoxide auf die Baugruppe?
- Für welche Anwendungen kommt das in Frage?
- Acrylate und Epoxide als UV-Licht-härtbare Klebstoffe
- Grundlagen der UV-Härtung und Reaktionsmechanismen lichthärtender Klebstoffe
- Lichthärtende Materialien in der industriellen Anwendung
Referenten
Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM | Bremen
Professor Hartwig leitet das Themengebiet „Klebstoffe und Polymerchemie“ am Fraunhofer IFAM. Der Arbeitsschwerpunkt ist die anwendungsspezifische Entwicklung, Qualifikation und Charakterisierung von Reaktivharzsystemen. Hierbei spielen Klebstoffe und Vergussharze für die Elektrotechnik und Elektronik eine besondere Rolle. Neben zahllosen Arbeiten in direkter Kooperation mit Industriepartnern sind die Ergebnisse von Herrn Professor Hartwig in vielen Publikationen, insbesondere zur Chemie und Anwendung von Epoxidharzen, erschienen.
Preise
mehrwertsteuerfrei, einschließlich veranstaltungsgebundener digitaler Arbeitsunterlagen sowie Catering und Getränken bei Präsenz-Teilnahme
Ausgewählter Termin
Mi. 17.03.2027, 16:00 Uhr
Hollestr. 1
45127 Essen
Digitaler Campus
Ansprechpartner
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+49 201 1803-1
Katharina Röder
k.roeder@hdt.de
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