
Rohrleitungen – Umsetzung wasserrechtlicher Anforderungen
Das Seminar stellt in der Einführung die Anforderungen an Rohrleitung nach WHG und Anlagenverordnung dar. Es werden Anforderungen an Flanschverbindungen, Dichtungen und Armaturen erläutert. Unterirdische Rohrleitungen, Straßen- und Tankwalldurchführungen bilden einen weiteren Schwerpunkt.
Wie lassen sich die Anforderungen der neuen "Allgemeine Technische Regel TRwS 779" umsetzen? Welche Konsequenzen ergeben sich für die Planung und den Bau von Rohrleitungen in unterirdischen und oberirdischen Leitungssystemen? Diese Fragestellungen werden im zweiten Teil des Seminars beantwortet.
Im letzten Themenblock werden die Entwicklung und die Umsetzung von Prüfkonzepten für bestehende oberirdische Rohrleitungsanlagen und Verfahren der zerstörungsfreien Prüfung von Rohrleitungen besprochen und vorgestellt.
Zum Thema
Der sichere Umgang mit wassergefährdenden Stoffen ist ein Schwerpunkt des Sicherheitskonzeptes und muss bei dem Betrieb von Rohrleitungsnetzen beachtet werden. Leckagen müssen zurückgehalten werden. Dies ist schwer zu erfüllen, wenn Leitungen außerhalb von Gebäuden verlegt sind und nicht über flüssigkeitsdichte Flächen geführt werden können bzw. unterirdisch verlegt sind.
Ältere Rohrleitungen sind besonders betroffen. Auffangräume unter Leitungen und Pumpstationen müssen in engen Schächten instandgesetzt werden. Da viele Anlagen der Prüfpflicht durch befähigte Personen bzw. Sachverständige unterliegen, müssen bei Prüfung Nachweise über fachgerechte Planung, Verlegung, Wartung und Instandsetzung erbracht werden.
Da vorgeschriebene Druckprüfungen sich häufig nicht realisieren lassen, werden alternativ zerstörungsfreie Ersatzprüfungen durchgeführt. Die Entwicklung eines Prüfkonzepts, das auch von Sachverständigen und Behörden akzeptiert wird, senkt die Kosten und schafft Rechtssicherheit.
Zielsetzung
Das Seminar vermittelt die Anforderungen an Rohrleitungen und deren Komponenten nach WHG und Anlagenverordnung.
Rohrleitungen müssen durch fachkundige Personen geplant werden. Die Fachkunde ist gegenüber dem Betreiber nachzuweisen. Dieses Seminar ist ein Bestandteil der Qualifizierung von Fachplanern für Rohrleitungsanlagen.
Alternative Prüfkonzepte werden für die Fälle vorgestellt, in denen Druckprüfungen unter Betriebsbedingungen nicht möglich sind.
Teilnehmerkreis
Betreiber von Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen, Planer, Hersteller von Armaturen und Ausrüstungsteilen, Behörden, Sachverständige
Programm
Einführung in das Wasserrecht
- Grundlagen WHG und AwSV
- Technische Regeln: TRwS 780, 789 und neu TRwS 779
- Umsetzung der TRwS für oberirdische und unterirdische Leitungen
Technische Anforderungen
- Gefährdungsbeurteilungen für Rohrleitungen
- Anforderungen an Flansche, Dichtungen und Armaturen
- Besonderheiten bei unterirdischen Verlegungen (z. B. Tankwanddurchführungen)
- Auslegung und Dimensionierung von Rückhalteeinrichtungen
Prüfstrategien
- Entwicklung praxisgerechter Prüfkonzepte für Altanlagen
- Zerstörungsfreie Prüfverfahren: Methoden, Einsatzbereiche, Bewertung
Referenten
Studium Maschinenbau an der RWTH Aachen mit dem Abschluss Dipl.-Ing.
Betriebsingenieur bei Thyssen Edelstahl.
30 Jahre Zentralbereich Umweltschutz bei Thyssen Stahl/ thyssenkrupp Steel mit dem Schwerpunkt Gewässerschutz.
Von 2000-2021 zusätzlich auch Sachverständiger für VAwS/AwSV Anlagen bei der Überwachungsgemeinschaft der Metallanlagenbetreiber (Ümet).
Seit 2022 Sachverständiger bei der Fachbetriebsgemeinschaft Maschinenbau (FGMA).
Preise
mehrwertsteuerfrei, einschließlich veranstaltungsgebundener digitaler Arbeitsunterlagen sowie Catering und Getränken bei Präsenz-Teilnahme
Ausgewählter Termin
Di. 23.02.2027, 17:00 Uhr
Hollestr. 1
45127 Essen
Digitaler Campus
Ansprechpartner
info@hdt.de
+49 201 1803-1
Uwe Schröer
u.schroeer@hdt.de
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