
Grundlagen der Werkstofftechnik
Dieses zweitägige Seminar bietet eine umfassende Einführung in die Grundlagen der Werkstofftechnik und richtet sich an alle, die ihr Verständnis für Werkstoffe und ihre Eigenschaften vertiefen möchten.
Am ersten Tag werden die Teilnehmer in die Werkstoffkunde eingeführt. Es werden grundlegende Begriffe wie Werkstoffe, Werkstoffkunde und Spannung erläutert, gefolgt von einem Vortrag über das Werkstoffverhalten unter mechanischer Belastung und verschiedene Brucharten. Praktische Übungen vertiefen das Verständnis. Nach einer kurzen Pause werden die wichtigsten Prüfverfahren zur Bestimmung der Materialeigenschaften behandelt, darunter Zugversuche, Härteversuche und Ermüdungstests. Eine Auswahl der geeigneten Prüfmethode wird für einige Praxisbeispiele gemeinsam erarbeitet.
Nach der Mittagspause stehen der innere Aufbau von verschiedenen Werkstoffen (Metalle, Kunststoffe und Keramik) und ihre Einflussfaktoren auf die Eigenschaften im Fokus. Themen wie Atombindungsarten, Klassifizierung von Werkstoffen und Mikrostruktur werden behandelt. Elektronenmikroskopie und praktische Übungen runden den Tag ab.
Der zweite Tag beginnt mit einem Recap des ersten Tages, gefolgt von einer Vertiefung der Einflussfaktoren auf die Materialfestigkeit und den Verfestigungsmechanismen in Metallen (z.B. Aushärtung und Vergütung). Nach einer kurzen Pause werden die Grundlagen der Legierungsbildung erläutert, gefolgt von einer Diskussion über die Systematik der Werkstoffauswahl, insbesondere im Hinblick auf Konstruktionswerkstoffe. Am Nachmittag werden die erworbenen Kenntnisse in Übungen und Beispielen angewendet und gefestigt. Die Veranstaltung endet mit einer Abschlussdiskussion und Zusammenfassung der wichtigsten Seminarinhalte.
Zum Thema
Dieses zweitägige Seminar bietet eine intensive Einführung in die Grundlagen der Werkstofftechnik. Von Werkstoffverhalten unter Belastung bis hin zu Prüfverfahren und dem inneren Aufbau von Materialien - alle wichtigen Aspekte werden behandelt. Durch praktische Übungen und praxisnahe Beispiele (z.B. Aushärtung einer Aluminiumlegierung oder Stahlvergütung) lernen die Teilnehmer, theoretische Konzepte direkt anzuwenden. Dieses Seminar ist ideal für Ingenieure, Techniker und Fachkräfte, die ihr Verständnis für Werkstoffe vertiefen und fundierte Entscheidungen bei der Materialauswahl treffen möchten. Es ist auch für Einkaufs- und Qualitätsmanager relevant, die ein besseres Verständnis für Werkstoffe benötigen, um Lieferanten besser beurteilen zu können. Am Ende des Seminars werden die Teilnehmer in der Lage sein, Werkstoffeigenschaften besser zu beurteilen, Prüfverfahren anzuwenden und Projekte zur Werkstoffauswahl für ihre Anwendungen zu initiieren.
Zielsetzung
Teilnehmer verstehen praxisnah Werkstoffkunde, verknüpfen theoretische Konzepte mit realen Anwendungen. Sie erlernen Bewertung von Werkstoffeigenschaften unter Belastung, beherrschen wichtige Prüfverfahren wie Materialfestigkeitstests und interpretieren Ergebnisse. Zudem erlangen sie Verständnis für den inneren Aufbau von Werkstoffen und deren Einfluss auf mechanische Eigenschaften.
Teilnehmerkreis
- Ingenieure und Techniker: Insbesondere für Ingenieure und technische Fachkräfte, die in den Bereichen Materialwissenschaften, Maschinenbau, Bauwesen, Automobilindustrie oder Luft- und Raumfahrt tätig sind.
- Fachkräfte aus der Metall- und Chemieindustrie: Mitarbeiter, die in der Produktion, Qualitätskontrolle, Forschung und Entwicklung von metallischen Werkstoffen sowie Legierungen arbeiten.
- Führungskräfte und Manager: Manager und Entscheidungsträger, die in der Fertigung, Beschaffung, Produktentwicklung oder anderen Bereichen arbeiten, in denen Kenntnisse über Werkstoffe und deren Eigenschaften wichtig sind.
- Beschaffungs- und Einkaufsmanager: Personen, die für den Einkauf von Werkstoffen und Produkten verantwortlich sind, können von einem besseren Verständnis der Werkstoffe und ihrer Eigenschaften profitieren, um fundierte Entscheidungen bei der Auswahl von Lieferanten und Materialien zu treffen.
- Qualitätsmanager und -prüfer: Mitarbeiter, die für die Überwachung und Sicherstellung der Qualität von Produkten verantwortlich sind, können durch ein Verständnis der Werkstoffe und Prüfverfahren ihre Fähigkeiten in der Qualitätskontrolle verbessern.
- Vertriebsmitarbeiter: Personen, die Produkte verkaufen oder Kundenberatung durchführen, können von einem Grundverständnis der Werkstoffe und ihrer Anwendungen profitieren, um Kunden besser beraten zu können und auf technische Fragen kompetent zu antworten.
Programm
Die wichtigsten Prüfverfahren zur Bestimmung der Materialeigenschaften
Schwerpunkt metallische Werkstoffe
Was sind Legierungen und deren Entstehung
Individuelle Fragestellungen
Referenten
Hauptberuflich als Professor für Werkstoffkunde und Werkstoffprüfung an der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe in Lemgo tätig. Professor Dr.-Ing. Jozef Balun verfügt über langjährige Erfahrung im Bereich Materialwissenschaften. Am Max-Planck-Institut für Eisenforschung in Düsseldorf und danach in verschiedenen Fach-, Leitungs- und Beratungspositionen in der metallverarbeitenden Industrie hat er in seiner Karriere eine Vielzahl von Projekten im Bereich der Werkstoffentwicklung und Werkstoffverarbeitung geleitet und betreut. Seine Forschungsarbeiten wurden in Fachzeitschriften und auf Tagungen veröffentlicht und er hat mehr als 20 Patente angemeldet. Nach seiner Berufung an die Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe arbeitet er als Professor für Werkstoffkunde und Werkstoffprüfung. Hier unterrichtet er die Fächer Werkstoffkunde, Funktionswerkstoffe, Werkstoffauswahl und Schadensanalyse.
Preise
mehrwertsteuerfrei, einschließlich veranstaltungsgebundener digitaler Arbeitsunterlagen sowie Catering und Getränken bei Präsenz-Teilnahme
Ausgewählter Termin
Mi. 17.03.2027, 17:00 Uhr
Hollestr. 1
45127 Essen
Digitaler Campus
Ansprechpartner
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Uwe Schröer
u.schroeer@hdt.de
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