
Zur Prüfung Befähigte Person von Gaswarneinrichtungen und Gaswarngeräten
Anhand der aktuellen Rechtsgrundlagen werden neben den rein technischen Grundlagen der Gaswarntechnik zusätzlich die Themen Beauftragung und Unterweisung, Haftung und Verantwortung der fachkundigen Person für Gaswarneinrichtungen behandelt und Informationsquellen für die tägliche Praxisarbeit vorgestellt.
Die Teilnehmenden erwerben die spezifischen Kenntnisse und Handhabungen, die notwendig sind, um die vorgeschriebenen Sichtkontrollen (nach T 021, T 023 bzw. DGUV-I 213-056 und DGUV-I 213-057) an Gaswarneinrichtungen durchzuführen und erhalten weiterführende Informationen zu den Mindestvoraussetzungen der notwendigen Funktions- und Systemkontrollen.
In der Schulung wird ergänzend praxisnah vermittelt, wie künstliche Intelligenz (KI / AI) gezielt eingesetzt werden kann, insbesondere zur effizienten und strukturierten Erstellung von Checklisten für die Tätigkeit als befähigte Person.
Zum Thema
Durch die Seminarteilnahme werden die Forderungen nach jährlicher Unterweisung aus DGUV Vorschrift 1 und Arbeitsschutzgesetz im Bereich von Tätigkeiten mit stationären und transportablen Gaswarneinrichtungen der 1., 2. und 4. Gasfamilie erfüllt.
Das mehrtägige Seminar behandelt die Besonderheiten der verschiedenen tragbaren, transportablen und ortsfesten Gaswarneinrichtungen sowie die generellen Planungsaspekte gemäß DIN EN 60070-29-2 (VDE0400-2) und DIN EN 45544-4 (VDE 0400-22-4) und der verschiedenen Messtechniken.
Nur "geeignete Personen" dürfen die Überprüfung solcher Warngeräte fachmännisch durchführen. Das sichere Arbeiten - auch bei In- und Außerbetriebnahme - ist u.a. durch regelmäßige Funktionsprüfungen immer zu gewährleisten.
Sicheres Arbeiten ist kein Zufall - und wird vom Fachpersonal selbst gesteuert. Die Konsequenzen des Nichteinhaltens sind uns aus der Fachpresse durch verheerende Schadensereignisse bekannt.
Zielsetzung
Das viertägige Seminar zur Befähigten Person von Gaswarneinrichtungen des Haus der Technik e.V. vermittelt das Know-how, das Voraussetzung zur Bestellung als Befähigte Person Gaswarngeräte durch den Arbeitgeber ist.
- Sichtkontrolle nach T 021/T 023
- Grundkenntnisse über Basisfunktion und Aufbau der verschiedenen Gaswarngeräte
- Basiskenntnisse der allgemeinen Justierungs- und Kalibrierungsaufgaben und Beurteilung der Ergebnisse an Fallbeispielen
- Ausbreitungsverhalten von Gasen und Dämpfen
- Messverfahren zur Messung von Gasen und Dämpfen
- Messprinzipien
- Betriebssicherheitsverordnung und TRBS
- Gefahrstoffverordnung und TRGS 407 (Gefährdungsbeurteilung Technische Gase)
Teilnehmerkreis
Das Seminar wendet sich an Personen, die mit den wiederkehrenden Prüfungen und dem Betreiben von ortsfesten Gaswarneinrichtungen betraut sind, wie z. B. Anlagenbetreibende und deren beauftragte Mitarbeitende.
Diese Fortbildung ist nicht für Dienstleistungsanbieter und Service-Firmen geeignet, die Leistungen für Dritte erbringen, da hierfür Hersteller- und Gerätespezifische Kenntnisse zu vermitteln sind.
Die in der TRBS 1203 genannten Anforderungen bezüglich Berufsausbildung, Berufserfahrung und zeitnahe berufliche Tätigkeit (Ziffer 2.2 bis 2.4) setzen wir voraus.
USP
- Rechtliche Grundlagen: Aktueller Stand
- Anforderungen an die Gaswarneinrichtungen: Stand der Technik
- Geeignete technische Schutzmaßnahmen
Programm
Einführung in die Thematik
Kurzeinführung Befähigungsgrade im Bereich der Gaswarntechnik:
- TRBS 1203
- TRBS 1201
- Merkblatthinweise
Verantwortung & Haftung
Qualifikationsanforderungen Fachkundige Personen Gaswarneinrichtungen
Schutzmaßnahmen
Besonderheiten der Prävention mit Gaswarntechnologie
Planungsunterlagen, Nachweise, Gefährdungsbeurteilung, Explosionsschutzdokument, Unterweisungen
Gasfamilien (Technische Gase, Industrie Gase, Natürliche Gase)
Reaktivität von Gasen, Prüfgase
Ex-Zonen
Richtlinien und Gerätekategorien
Allgemeine Gefahrstoffkunde (gasbezogen)
Sicherheitsdatenblätter (gasbezogen)
Luftgrenzwerte
Toxizitäten
Merkblatt T021
Merkblatt T023
DGUV Informationsschriften Gasanlagen
Branchen und Hersteller
Liste zugelassener Gaswarngeräte der MEWAGG - Hinweise und Überblick
Detektion oder Analyse? - Unterschiede der Techniken
Grundlagen und Nahbetrachtung
Auswahlkriterien und Auswahl von Gerätschaften
Zielgasfestlegung, Querempfindlichkeiten und Fehlermöglichkeiten
Alarmschwellen und Messbereiche, Fehlermöglichkeiten
Einrichtungen zur Messgasförderung
Überwachung von Sauerstoffmangel und Sauerstoffüberschuss
Grundlagenschulung zur Funktion von unterschiedlichen Sensoren:
- Halbleiter
- Elektrochemisch
- Wärmetönung & Infrarot - Vor- und Nachteile der jeweiligen Messprinzipien
EN 60079-29-1
EN EN IEC 62990-1
EN 45544 Teil 1-4
Einsatz und Betrieb von Gaswarneinrichtungen für den Explosionsschutz nach der TRGS 722
Erstinbetriebnahme Gaswarnanlage
Beispiel Betriebsanweisung
Maßnahmen bei Nichtverfügbarkeit
Alarme und Statusmeldungen
Wartung stationärer Gaswarnanlagen - Sichtkontrolle und Funktionskontrolle
Justierung und Kalibrierung
Wartung stationärer Gaswarnanlagen - Systemkontrolle
Gesamtdokumentation
Referenten
- Ausgebildeter Versorgungstechniker und Industriekaufmann
- Fachreferent im Bereich Arbeitssicherheit, Brand- und Explosionsschutz
- Brandschutzbeauftragter
- Sicherheitsbeauftragter
- Brandsimulations-Trainer
- Durchführung von spezifizierten, praxisorientierte Sicherheitsunterweisungen (auch in Form von Experimentalvorträgen und Brandsimulationsschulungen) für alle Beschäftigten aus Industrie, Gewerbe oder dem Dienstleistungssektor.
- Branchenunabhängig
- Richtlinien- und Regelkompetent
- Innovativ, Informativ, Aktiv
Preise
mehrwertsteuerfrei, einschließlich veranstaltungsgebundener digitaler Arbeitsunterlagen sowie Catering und Getränken bei Präsenz-Teilnahme
Termine
Inhouse
Ansprechpartner
info@hdt.de
+49 201 1803-1
Ute Jasper
U.Jasper@hdt.de
+49 201 1803-239


