
Anwendung der Druckgeräterichtlinie (DGRL)
Die neue Richtlinie 2014/68/EU ersetzt die Druckgeräterichtlinie 97/23/EG und dient der Angleichung der Rechtsvorschriften über Druckgeräte. Sie gilt für Druckgeräte mit einem maximal zulässigen Druck von über 0,5 bar. Die Zielstellung dabei ist ein freier Warenverkehr für neue Druckgeräte innerhalb der Europäischen Union sowie einheitliche Mindestanforderungen (Grundlegende Sicherheitsanforderungen) an neue Druckgeräte.
Zum Thema
Am 19. Juli 2016 trat die neue Richtlinie 2014/68/EU in Kraft. Alle Änderungen, die sich durch die Einführung der neuen Richtlinie ergeben, müssen seit diesem Zeitpunkt umgesetzt sein. Hersteller von Druckgeräten müssen ihre CE-Kennzeichnungsverfahren und die Dokumentation überprüfen und anpassen.
Druckgeräte sind geschlossene Behälter zur A ufnahme von unter Druck stehenden Fluiden, Rohrleitungen zur Durchleitung von unter Druck stehenden Fluiden, Ausrüstungsteile mit Sicherheitsfunktion, druckhaltende Ausrüstungsteile sowie alle dazugehörigen Elemente.
Zielsetzung
Ziel des Seminares ist es, den Teilnehmern die wesentlichen Inhalte der DGRL zu vermitteln und sie in die Lage zu versetzen, die DGRL in der täglichen Praxis richtig anzuwenden.
Während des Seminares wird auch auf die Änderungen eingegangen, die die DGLR 2014/68/EU gegenüber der DGRL 97/23/EG bringt.
Teilnehmerkreis
Das Seminar richtet sich nicht nur an Hersteller von Druckgeräten und Baugruppen und Mitarbeiter von Prüforganisationen, sondern auch an Betreiberpersonal, das für die Beschaffung und den Betrieb von Druckgeräten verantwortlich ist.
Programm
- Die Druckgeräterichtlinie, ein einheitliches europäisches Druckgeräteregelwerk
- Beweggründe zur Einführung
- Einbindung in EG Recht und Umsetzung in nationales Recht
- Trennung von Beschaffenheit und Betrieb
Geltungsbereich, Ausschlüsse
Wesentliche Begriffe
- Fluid
- Fluidgruppe
- Kategorie
- Modul
Einstufung von Druckgeräten
Parteien
- Hersteller
- Notifizierte Stellen
- Händler
- Importeure
CE Kennzeichnung, EG-Konformitätserklärung, Betriebsanleitung
Leitlinie zur DGRL
Übersicht und Diskussion der wesentlichen Sicherheitsanforderungen
- Gefahrenanalyse
- Entwurf
- Fertigung
- Werkstoffe
- besondere quantitative Anforderungen
Übersicht über EN Normen für
- Druckbehälter
- Rohrleitungen
- Dampfkessel
- Sicherheitseinrichtungen
- Ausrüstungsteile
Prüfung von Baugruppen nach DGRL und BetrSichV
Inbetriebsetzung versus Betrieb, Umbau- und Modifikation von Bestandsanlagen
Referenten
Linde AG, Geschäftsbereich Linde Engineering, Pullach
- Seit 1992 bei Linde Engineering
- Verschiedenen Aufgaben im internationalen Großanlagenbau
- (Qualitätsplanung, Werkstofftechnik, Schweißen, Prüfen von drucktragenden Bauteilen)
- Senior Experte Regelwerke und Rechtsnormenbeauftragter (CE-Beauftragter) für die Druckgeräterichtlinie und die Maschinenrichtlinie
- Europäischer Projektleiter CEN TC 54 und TC 267 für Druckgerätenormen für Wasserstoff-Anwendungen (EN 13445-15 und EN 13480-15).
- Mitarbeit in verschiedenen deutschen und europäischen Ausschüssen u.a.:
- - EN 13480 (Rohrleitungen) Teil 2: Werkstoffe, Teil 4: Fertigungen und Verlegung, Teil 5: Prüfung (europäischer Obmann), Teil 8: Aluminium (europäischer Obmann) und Mitglied im MHD
- - EN 13445 (Druckbehälter) Teil 2: Werkstoffe, Teil 4: Herstellung, Teil 5: Prüfung, Teil 14: Additive Fertigung und Mitglied im MHD
- Bis 2020 Mitarbeit im AD Arbeitskreis.
Preise
mehrwertsteuerfrei, einschließlich veranstaltungsgebundener digitaler Arbeitsunterlagen sowie Catering und Getränken bei Präsenz-Teilnahme
Termine
Inhouse
Ansprechpartner
info@hdt.de
+49 201 1803-1
Kai Brommann
K.Brommann@hdt.de
+49 201 1803-251



