
Brände von Hochenergie-Batterien vorbeugen, erkennen, kontrollieren, löschen und entsorgen
Auf Grund eines sich ändernden Kundenverhaltens und der aktuellen Fördersituation ist davon auszugehen, dass die Anzahl und damit der Anteil der Elektrofahrzeuge (E-Fahrzeuge) bzw. Elektroautos (E-Autos) stark steigen und die Elektromobilität (E-Mobilität) zum Massenmarkt wird.
Aktuelle Sicherheitskonzepte, Richtlinien oder Normen und die darin festgelegten Parameter für Planungszwecke in öffentlichen Räumen (unter anderem Wärmefreisetzungsraten, Brandbekämpfungsmaßnahmen oder Rettungskonzepte) gehen von den Risiken konventioneller Energieträger aus. Der Einsatz neuer Energieträger wie z. B. im Elektrofahrzeug bzw. Elektroauto (E-Auto) führt jedoch zu anderen und neuartigen Gefahren, wie zum Beispiel Batteriebränden, Stichflammen aus Gasdruckbehältern (bei Gas- und Wasserstofffahrzeugen) oder der Ausbreitung leicht entzündlicher Gase. Das Auftreten dieser Gefahren muss in Brandschutz- und Sicherheitskonzepten berücksichtigt werden, um den Schutz der Bevölkerung und der Infrastruktur zu gewährleisten.
In diesem Zusammenhang ergeben sich neue Erkenntnisse bezüglich der Risiken und zukünftigen Sicherheitskonzepte bei der Nutzung von E-Fahrzeugen bzw. Elektroautos in geschlossenen Gebäuden wie Tunneln, Tiefgaragen, Depots und Werkstätten.
Die Veranstaltung gilt auch als Fortbildung für Brandschutzbeauftragte gemäß vfdb-Richtlinie 12-09/01 : 2014-08(03).
Zum Thema:
In diesem Seminar werden aktuelle Erkenntnisse aus der Sicherheitsforschung zum Umgang mit neuen Energieträgern (Batteriefahrzeug) aus Sicht des Brandschutzes vorgestellt. Die Inhalte beruhen auf den Erkenntnissen verschiedener Einsätze, Forschungsvorhaben und aktuellen Handlungsempfehlungen verschiedener Verbände und wurden mit Blick auf die Anwendung in der Praxis fachgerecht aufgearbeitet. Das Hauptaugenmerk liegt bei geschlossenen (urbanen) Räumen mit direktem oder indirekten Bezug zum Verkehrssektor
- Straßentunnel
- Tiefgaragen und Parkhäuser mit und ohne Ladeinfrastruktur ›
- Busdepots und -Haltestellen mit Fahrzeugen, die (teilweise) mit neuen Energieträgern betrieben werden
- Industrielle Ladeinfrastrukturen für Batterien
- Werkstätten für Elektro- und Hybridfahrzeuge (Pkw, Lkw, Bus, Bahn, Schiffe, Flugzeuge)
Es wird ein Überblick zu relevanten Normen, Regelwerke sowie aktuellen Entwicklungen und Konzepte zum Umgang mit Neuen Energieträgern aus der Sicherheitsforschung gegeben.
Zielsetzung
- Vermittlung der Entstehung, Ausbreitung sowie Möglichkeiten zur Eindämmung eines Thermal Runaway bei Li-Ionen Batterien
- Bewertung und Einordnung der Risiken von Li-Ionen Batterien / Elektrofahrzeugen im Brandfall
- Verständnis der möglichen Gefahren in jeder Phase des Produktlebenszyklusses (Beschaffung bis Entsorgung) von neuen Energieträger zur Berücksichtigung im Rahmen von Brandschutzkonzepten und in der gesamten Planung.
Die Veranstaltung erfüllt die Voraussetzungen der Fortbildung für Brandschutzbeauftragte nach DGUV Information 205-003, vfdb 12-09/01 bzw. VdS 3111 mit 16 Unterrichtseinheiten.
Teilnehmerkreis
Die Veranstaltung richtet sich sowohl an Fachleute des anlagentechnischen Brandschutzes als auch an Personen ohne gesonderte Vorkenntnisse im Bereich Brandschutz, die in der Planung, dem Betrieb, Organisation von unterirdischen Verkehrsanlagen oder in sonstiger Weise mit neuen Energieträgern oder deren Auswirkungen tätig sind. Dies sind insbesondere:
- Kommunale und private Betreiber von Elektrobusflotten
- Betreiber von Tiefgaragen
- Betreiber von Straßentunneln
- Betriebs- und Projektingenieure bei der Planung und Durchführung von Bauvorhaben
- Werkstattleiter und –Mitarbeiter, die Umgang mit neuen Energieträgern in Fahrzeugen haben
- Sicherheitsingenieure
- Sachverständige und Gutachter
- Kommunale und betriebliche Brandschutzbeauftragte
- Arbeitsschutzbeauftragte
- Gefahrgutbeauftragte
- Zur Prüfung befähigte Personen
- Feuerwehren
Programm
- Brandverhalten von Li-Ionen Batterien
- Untersuchungen und erste Erfahrungen mit einem Ausbildungsdemonstrator
- Lösungen zur Risikominimierung durch eine Brandschutzrichtlinie - nicht nur für die eMobilität,
- Lithium-Batterien in Fahrzeugen,Gebäuden und gewerblichen Anwendungen
- Erkundung und Datensammlungen zur Bekämpfung von Bränden von Akkus nicht nur von Elektrofahrzeugen
- Erfahrungen undHerausforderungen jetzt und in Zukunft
- Umgang mit und Entsorgung defekter oder vom Brand betroffener Speichersysteme – (k)ein Buch mit sieben Siegeln
- Ideen zum Umgang im Bestand
- Stellplatzoptimierung
- Zugang für die Feuerwehr
- Ideen für Neubauten – Idealisierte Planungsvorschläge
- Stellplätze und Ladestationen
- Batteriespeicher
- Abkling-/Ruheflächen
- Dokumentation im Einsatz – Übergabe der Einsatzstelle bzw. des betroffenen Objektes
- Brände auf Schiffen
Referenten
Ing.-Büro Dr. Cimolino, Vorsitzender AK Waldbrand im DFV, Mitglied im Ref. 3 der vfdb
• FF Pfarrkirchen seit 1981
• Studium der Sicherheitstechnik Universität Wuppertal zum Dipl.-Ing. 1986 – 1991
• Ausbildung für den höheren feuerwehrtechnischen Dienst über die Feuerwehr Düsseldorf, danach dort Festanstellung (1991-12.2024)
• Abteilungsleiter (Ausbildung bis 1998, Technik von 1997- 06.2018)
• Stab für KatS und Wissenschaft ab 07.2018
• Promotion zum Dr. rer. sec. 2014
• Langjährige Mitarbeit in verschiedenen Gremien der Ausbildung, Normung, Einsatztaktik
• Gutachter und Sachverständiger für Technik und Taktik der BOS
• Fachautor
• Honorardozent
Berlin
Sicherheitsingenieur, Rettungsassistent, Promotion in Medizinwissenschaft.
Bis 2025 Einsatzbeamter der Berliner Feuerwehr in den Bereichen Arbeitssicherheit, Feuerwache, Aus- und Fortbildung.
46 Jahre Einsatz als Führungsdienst, Fachberater Umwelt und Pressedienst. Davon 25 Jahre Berliner Feuerwehr- und Rettungsdienst-Akademie.
Themenschwerpunkte:
- Besondere Einsatzlagen (Großschadensereignisse, Bedrohungslagen), technisch- medizinische Rettung, Krisenkommunikation,
- Einsätze unter Beteiligung alternativer Energien und Antriebe.
- Fachdozent, Lehrtätigkeiten an Hochschulen, Mitwirkung in Arbeitsgruppen.
- Ehrenamtlich im DRK Katastrophenschutz und Einsatzführungsdienst.
- Tätigkeit in der Deutschen Gesellschaft für Katastrophenmedizin (DGKM) und Vereinigung für Gefahrstoff- und Brandschutzforschung Österreich (VGBF).
Hinweise
Die Veranstaltung erfüllt die Voraussetzungen der Fortbildung für Brandschutzbeauftragte nach DGUV Information 205-003, vfdb 12-09/01 bzw. VdS 3111 mit 16 Unterrichtseinheiten.
Preise
mehrwertsteuerfrei, einschließlich veranstaltungsgebundener digitaler Arbeitsunterlagen sowie Catering und Getränken bei Präsenz-Teilnahme
Termine
Inhouse
Ansprechpartner
info@hdt.de
+49 201 1803-1
Kai Brommann
K.Brommann@hdt.de
+49 201 1803-251
