
Auslegung und Betrieb von Stell- und Regelventilen
Bedingt durch das breite Einsatzspektrum, ist eine Methodik zur zielgerichteten Auswahl von Stellventilen für die spezifischen Anforderungen des Prozesses für den industriellen Anwender hilfreich.
Im Seminar Auslegung und Betrieb von Stell- und Regelventilen im Haus der Technik, Essen, wird als Besonderheit der gesamte Regelprozess mit Interaktion zwischen Stellarmaturen und hydraulischen Vorgängen in der Regelstrecke betrachtet. Das Seminar arbeitet mit anschaulichen Materialien, Übungen und Schnittmodellen. Bitte bringen Sie ein internetfähiges Endgerät mit.
Zum Thema
Stellventile finden in der Prozesstechnik Einsatz für Regelaufgaben hinsichtlich (Differenz-)Druck- und -Temperatur, Medien (korrosiv/abrasiv) und Dichte (Flüssigkeiten/Gase).
Hinzu kommen die Anforderungen der Betreiber an die unterschiedlichen Ansteuerungs- und Antriebsvarianten (elektrisch/ pneumatisch/ hydraulisch...).
Zielsetzung
Sie lernen Basis-Wissen zu Auswahl, Auslegung und Betrieb von Stell- und Regelventilen, um die für Sie wichtigen Regelaufgaben effizient, wirtschaftlich und prozesssicher zu lösen.
Sie erhalten Einblick in die relevanten Normen- und Regelwerke wie DGRL 2014/68/EU, EN 12828, TA Luft, DVGW und ATEX.
Sie verstehen die strömungstechnisch relevanten Prozesse und können die (sicherheitsrelevante) Funktion und Ventilauslegung vorhandener Armaturen überprüfen und wirtschaftlich beurteilen.
Teilnehmerkreis
Betreiber und Planer prozess- und energietechnischer Anlagen aller Art. Meister und Techniker, Anlagenfahrer und Instandhalter erhalten einen Überblick über Schäden durch Ventile in ihren Rohrleitungsanlagen, junge Ingenieure erlernen grundsätzliche Auslegungsregeln zur Vermeidung von Schäden an geplanten Leitungsnetzen, erfahrene Ingenieure erhalten eine Auffrischung und Erweiterung ihrer Kenntnisse.
Programm
- Aufgaben und Einsatz von Stell- und Regelventilen in der betrieblichen Praxis
- Definition Stellventil und Stellventilvarianten
- für den Betrieb in unterschiedlichen Branchen (Kraftwerks-, Wasser-, Abwassertechnik, Chemie, Kälte- und Lebensmitteltechnik), Steuerungs- und Regelkreise, Stellgeräte, grobe Übersicht
- Druckverlust und Anlagenkennlinien, KV-Wert, Ein- und Mehrphasenströmungen in Armaturen
- Druck-Temperaturzuordnung, Kennlinien,
- Stellverhältnis, Drosselkörper, Werkstoffe EN-JL1040, EN-JL1049, 1.0619+N, 1.4408, Definition KV-Wert, Kennlinien GLP/Linear
- TA Luft, Druckgeräterichtlinie, DVGW, ATEC, Leckageklassen, Sensibilisierung am Bsp. von Stellventilen
- Auswahlkriterien / Betriebszustände (kritisch / unkritisch)
- Kavitation, Flashing & Choked Flow, Drosselkörper, Kavitation, Ausdampfung, Durchflussbegrenzung
Baureihen für den Einsatz in unterschiedlichen Branchen, Einsatz am Bsp. von Schnittmodellen
Auswahl von Stellantrieben
elektrische/pneumatische/hydraulische Antriebe, Eigenschaften, Vor- und Nachteile, Einsatz am Bsp. von Schnittmodellen
Strömungstechnische Grundgleichungen, Bedeutung und Anwendung
- Übungen zur Auslegung von Hand/mit kommerzieller Berechnungssoftware
- Betriebserfahrungen unter dynamischen Betriebsbedingungen
Referenten
ARI-Armaturen Albert Richter GmbH & Co. KG, Schloss Holte-Stukenbrock
Hinweise
Fallbeispiele können auf spezielle Teilnehmerinteressen* zugeschnitten werden. Bitte reichen Sie Ihr Beispiel bis spätestens 2 Wochen vor Seminarbeginn ein. Ihr Kontakt: information@hdt.de
Preise
mehrwertsteuerfrei, einschließlich veranstaltungsgebundener digitaler Arbeitsunterlagen sowie Catering und Getränken bei Präsenz-Teilnahme
Termine
Inhouse
Ansprechpartner
info@hdt.de
+49 201 1803-1
Kai Brommann
K.Brommann@hdt.de
+49 201 1803-251



